Der Sonnenschutz – ist er wirklich so wichtig?

6.Mai 2021 · Emily - Skincare Spezialist

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Die meisten Menschen verbinden Sonnenschutz mit Strandurlaub und knallende Sonne.
Warum sich das ändern sollte, erfahrt Ihr im heutigen Beitrag!
Es gibt zwei Hauptgründe, die dafür sprechen, täglich Sonnenschutz zu verwenden:
1. Schutz vor Hautkrebs
2. Anti Aging
Der Sonnenschutz verbindet also den Schutz vor einer möglicherweise fatalen Krankheit und den Schutz vor einer frühzeitigen Hautalterung, wie Falten oder Pigmentflecken.
UVA, UVB – Was ist der Unterschied?
 
UVA-Strahlen dringen tiefer in die Haut als UVB-Strahlen und zerstören dort das hauteigene Kollagen, Elastin und Hyaluronsäure, was auf längere Sicht zu einer vorzeitigen Hautalterung führt.
 
UVB-Strahlen dringen eher oberflächlich ein, sind deshalb aber nicht weniger schädlich, ganz im Gegenteil: sie können unsere Erbsubstanz (DNA) verändern und Zellen absterben lassen und das wiederum kann zu Hautkrebs führen. UVA-Strahlung verursacht außerdem Hyperpigmentierungen wie Pigmentflecken. Bei bereits vorhandenen Pigmentflecken sollte man darauf achten, einen Sonnenschutz mit hohem PPD Faktor zu verwenden.
Der PPD (Persistent Pigment Darkening) Faktor sollte in diesem Fall mindestens 20-30 betragen. Wenn dieser nicht direkt vom Hersteller angegeben wird, kann man sich daran orientieren, dass der PPD bei SPF 50 mindestens 16,6 betragen muss.
 
UVA-Strahlen können auch maßgeblich an der Entstehung von Pickeln/Akne beteiligt sein, da sie die Hautfette zum Oxidieren bringen und so freie Radikale entstehen, die die Haut reizen.
 
Was kann ich auf der Verpackung erkennen?
 
Der deklarierte Lichtschutzfaktor gibt immer den Schutz vor UVB-Strahlung an. Sieht man auf der Verpackung noch einen Kreis mit dem Schriftzug „UVA“ enthalten, dann beträgt der UVA-Schutz mindestens ein Drittel des angegebenen UVB-Schutzes.
Der Schutz vor UVA Strahlung kann aber auch höher sein und wird dann meist vom Hersteller angegeben.
 
Warum täglich SPF?
 
Egal ob Winter oder Sommer: UVA Strahlung ist immer vorhanden.
 
Im Sommer nimmt lediglich die UVB-Strahlung enorm zu, weshalb hier das Risiko eines Sonnenbrandes nochmal deutlich zunimmt.
Deswegen ist es so wichtig, sich täglich mit mindestens SPF 30 zu schützen, vor allem, wenn man Wirkstoffe wie chemische Peelings oder Retinol verwendet.
Unsere Sonnenschutz Empfehlungen für dich
An sehr sonnigen Tagen sollte man, wenn man sich viel im Freien aufhält, den Sonnenschutz im Laufe des Tages auffrischen.
Zum Auffrischen kann man zum Beispiel Sprays, Puder oder die praktischen Cushion Foundations mit SPF verwenden.
 
 
Wo liegt der Unterschied zwischen organischen und mineralischen Filtern?
 
Organische Filter absorbieren die UV-Strahlung und konvertieren diese Energie in Hitze um. Mineralische Filter absorbieren die UV-Strahlung größtenteils, reflektieren sie aber auch. Der weiße Schleier von mineralischen Sonnenprodukten ergibt sich aus der Partikelgröße der Filter. Viele Sonnenschutzprodukte beinhalten eine Kombination aus beiden Filter- Kategorien, um einen stabilen Schutz zu erreichen.
 
 
Wieviel Sonnenschutz brauche ich?
 
Die Faustregel beträgt 2mg/cm2, was ungefähr 3 Fingerlängen SPF für Gesicht und Hals entspricht, genauer bedeutet das ca. 1,5g. Nur so erreicht man den auf dem gekauften SPF deklarierten Sonnenschutz!
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Warum sind Mindesthaltbarkeitsdatum und Verwendungsdauer so wichtig?
 
Wenn das MHD abgelaufen ist, kann man sich nicht mehr auf den deklarierten UV-Schutz verlassen.
Sonnenschutzartikel sind sehr komplex formuliert, damit sie funktionieren und alle notwendigen Tests bestehen und deshalb auch instabiler als z.B eine normale Creme ohne SPF.
Auch nach dem Öffnen sollte man Sonnenschutz nur so lange verwenden, wie vom Hersteller angegeben wird. Auch hier liegt es auch daran, dass der Schutz nicht mehr gewährleistet werden kann.
 
Manche Filter können sich nach der abgelaufenen Zeit außerdem in unerwünschte Stoffe umwandeln, z.B der Filter Octocrylene in das krebserregende Benzophenon, daher sollte man hier besonders darauf achten.
 
Erkennbar ist dies über das kleine Tiegel-Symbol welches eine Zahl enthält. Diese Zahl steht für die Monate, die das Produkt verwendet werden darf, nachdem es angebrochen wurde.
 
Bei Sonnenschutzprodukten, in die Luft gelangen kann (z.B Tuben), sind dies zumeist 12 Monate. Bei Airless-Spendern können die Produkte auch manchmal 24 Monate verwendet werden.
 
Generell gilt: Jeder Sonnenschutz ist besser als kein Sonnenschutz! Um den perfekten für sich zu finden braucht es oftmals Zeit, aber es lohnt sich!
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