Die Bausteine unserer Hautbarriere

Ceramide

Ceramide gehören zu einer Familie der Fette und bestehen aus einer Kombination von Sphingolipiden (Bestandteil der Zellmembranen) und Fettsäuren. Sie sind eine Komponente der äußersten Hautschicht und machen somit einen essenziellen Teil der Hautschutzbarriere aus. Bei einem Ceramid-Mangel ist die Haut „durchlässiger“ und somit empfindlicher und reizbarer. Daher ist es generell bei gereizter Haut vorteilhaft, Produkte mit diesen Inhaltsstoffen zu verwenden.

Ceramid 3, auch Ceramid NP genannt, kommt sehr häufig in Ceramid-Produkten vor. Dieses Ceramid bildet einen für Wasser nahezu undurchdringbaren Lipidfilm und schließt somit Feuchtigkeit „in die Haut ein“. Bei Hautproblemen wie Akne, Ekzem, perioraler Dermatitis und anderen ist es besonders wichtig, auf die Hautschutzbarriere Acht zu geben. Viele Hautprobleme entstehen erst durch eine Imbalance der Hautschutzbarriere, die dann den Startschuss für die Ausbreitung von darauffolgenden Hautproblemen gibt. Zu Akne neigende Haut weist übrigens generell einen niedrigeren Gehalt an Ceramiden auf, welcher sich in einem erhöhten transepidermalem Wasserverlust (Wasserverlust des Körpers durch die Haut) widerspiegelt. Oft werden Ceramide mit anderen, für die Hautbarriere vorteilhafte Inhaltsstoffegepaart formuliert, z.B mit Allantoin, Panthenol, Squalan, Urea (<10%, Vorsicht bei Rosacea), Glycerin, oder Fettsäuren. Ceramide sind sehr teure Inhaltsstoffe, weswegen Produkte mit höheren Konzentrationen auch zu Recht eher in hochpreisigeren Segmente vorkommen. Ceramide kann man auch durchgängig anwenden, man muss also nicht erst auf eine gestörte Hautbarriere warten oder sie lediglich als SOS-Inhaltsstoff sehen. Diere gelmäßige Verwendung von ceramidhaltigen Produkten gibt einem den besten Effekt!